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Holzmarkt Aktuell

Die Mai-Ausgabe von WALD und HOLZ informiert Sie u.a. über die letzten Nadelholz-Submissionen in der Franche-Comté und über den Holzmarkt in Baden-Württemberg.

 

Nadelholz-Submissionen in der Franche-Comté

 

Bei der letzten Nadelholz-Submission des ONF (Office National des Forêts) in der Franche-Comté hat sich ein Rückgang der Preise für Sägerundholz angedeutet. Beim Papierholz ist der Preiszerfall bereits Fakt.

 

Wichtige Adressen:

 

ONF Franche-Comté

 

ADIB - Holzkette Franche-Comté

 

Observatoire des marchés du bois

 

 

 

Besitzverhältnisse und Baumartenverteilung:

 

Starker Holzmarktnachbar Baden-Württemberg

 

1,4 Mio. ha Waldfläche mit 23% Staats-, 38% Körperschafts- und Gemeindewald  sowie 38% Privatwald.

 

Mit fast 1,4 Mio. ha ist die Waldfläche der Deutschen Bundeslandes Baden-Württembergs etwas grösser als die der Schweiz (rund 1,25 Mio. ha).

Die Besitzstrukturen sind ähnlich wie  jene der Schweiz. Mit 23,5% der Waldfläche spielt der vom Landesforstbetrieb ForstBW verwaltete Staatswald eine wichtige Rolle bei der Holzvermarktung. So schliesst Forst BW mit Grossabnehmern Verträge ab und verhandelt Preise, die für die übrigen Waldbesitzer meist als Richtwerte gelten.

Obwohl Baden-Württembergs nur 11,3% mehr Waldfläche als die Schweiz hat, wurde dort 2010 55,6% mehr Holz als in der Schweiz geerntet. Pro Hektar betrug die Holzernte-Menge 2010 5,7 Fm in Baden-Württemberg. In der Schweiz wurden dagegen nur 4,09 Fm Holz genutzt. Die raltiv geringe Holznutzung in der Schweiz ist der schwachen Holznutzung in den Alpen - v.a. auf der Alpensüdseite - zuzuschreiben. 

 

In Baden-Württemberg lag der Anteil an Sägerundholz im Jahr 2010 bei 62,9% der geernteten Holzmengen (in der Schweiz bei 57,7%), der Industrieholzanteil bei 13,3% (Schweiz 10,3%) und der Energieholzanteil bei 23,8% (Schweiz 32,0%).

 

In der Schweiz haben sich die Mengen weg vom Industrieholz hin zum Energieholz stärker verschoben als in Baden-Württemberg. In der Schweiz haben die  meisten Industrieholzverarbeitender iheren Betrieb aufgegeben; gleichzeitig gibt es dort immer mehr Holzheizkraftwerke. 

 

In Baden-Württemberg ist die Entwicklung weg vom Industrieholz hin zum Energieholz ebenfalls im Gang: 2011 hat der Industrieholzanteil zu Gunsten des Energieholzes abgenommen. Nach der Schliessung des Zellstoffwerkes Albruck wird sich dieser Trend wohl fortsetzen.

 

Weitere Holzmarkt-Nachrichten

Der Holzmarkt in Österreich

Die Konjunktur auf dem österreichischen Rohholzmarkt hat sich im ersten Quartal 2012 stabilisiert. Die Holzwirtschaft entwickelt sich nur schwach, vor allem wegen einer verglichen mit dem Vorjahr mässigen Entwicklung des inländischen Bausektors.

 

Marktbericht Landwirtschaftskammer Österreich

Rohholzpreise April 2012

Preisentwicklung Trämelholz (Blochholz) und Schleifholz

 

 

Aktuelle Studie zum Holzmarkt in Frankreich (französisch)

 

Im Februar 2012 ist eine neue Studie zum Holzmarkt in Frankreich erschienen. Das französische Landwirtschaftsministerium (Ministère de l'Agriculture , de l'Alimentation, de la Pêche et de l'Aménagement du Territoire) und das Wirtschaftsministerium (Ministère de l'Economie, des Finances et de l'Industrie) hatten die Studie beim Beratungsunternehmen Alcimed in Auftrag gegeben.

 

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Holzmarkt-Themen der April-Ausgabe

BFS-Erhebung Rohholzpreise

 

Beim Fichten/Tannen-Sägerundholz fehlt offenbar die Nachfrage durch das Gross-Sägewerk Domat/Ems. Darauf deutet die Erhebung des Bundesamtes für Statistik BFS hin.  

Grafiken BFS-Statistik

 

Die Holzwirtschaft hängt am Bau

Die wichtigste Stütze der Nachfrage nach Nadelschnittholz, Holzhalbfabrikaten und Holzwerkstoffen ist und bleibt der Wohnbau. Zwar stagniert die Holzverwendung beim Bau von Einfamilienhäusern; dafür nimmt sie bei mehrgeschossigen Bauten zu. Schweizer Rohholzanbieter profitieren davon jedoch wenig.

 

CS-SVB Bauindex 1. Quartal 2012

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