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«WALD und HOLZ»   
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Fair Trade beim Holz ist mehr als FSC 

19. Februar 2010. Die kirchlichen Hilfswerke «Brot für alle» und «Fastenopfer» haben unter dem Titel «Stoppt den unfairen Handel: rechtaufnahrung.ch» eine Kampagne gestartet. Gleichzeitig haben sie die Ergebnisse einer Umfrage zum öffentlichen Beschaffungswesen in den Kantonen publiziert. Die Umfrage misst die Qualität der Holzbeschaffungspolitik einseitig am Vorhandensein einer Vorschrift zugunsten des FSC-Labels. Die drei Dachorganisationen der Schweizer Wald- und Holzwirtschaft, Waldwirtschaft Schweiz (WVS), Holzindustrie Schweiz (HIS) und Lignum, hätten von den kirchlichen Hilfswerken erwartet, dass sie die Fair Trade-Problematik bei Holz- und Holzprodukten nicht auf die Formel «FSC: ja oder nein?» reduzieren. Die Formel blendet nämlich aus, dass es mit PEFC ein zweites weit verbreitetes Wald- und Holzlabel gibt. Ebenso unberücksichtigt bleibt die lokale Herkunft.

Die drei Verbände WVS, HIS und Lignum führen triftige Argumente dafür an, warum Richtlinien bei der öffentlichen Holzbeschaffungspolitik bzw. das Aussprechen von Tipps für den Holzkauf zugunsten des FSC-Labels nicht alleinseligmachend sind:

Erstens gibt es mit PEFC ein zweites national und international weit verbreitetes Wald- und Holzlabel. In der Schweiz liegen den beiden Labels absolut identische Standards zugrunde. Und auch international sind die Unterschiede zwischen den beiden Labels – soweit vorhanden – marginal.

Zweitens müsste der lokalen Herkunft mehr Gewicht beigemessen werden. Gerade bei Holz- und Holzprodukten drängt sich aus einer Fair Trade-Optik die Bevorzugung einheimischer Produkte in mehrfacher Hinsicht auf: Schweizer Waldbesitzer bewirtschaften ihre Wälder aufgrund eines der weltweit strengsten Waldgesetze nachhaltig und im internationalen Vergleich auf höchstem ökologischen Niveau. Die international unterschiedlichen Waldgesetze und die entsprechenden Zertifizierungsstandards führen dazu, dass selbst unzertifiziertes Schweizer Holz höhere Anforderungen erfüllt als zertifiziertes Holz aus anderen Ländern. Ein weiterer ökologischer Pluspunkt des einheimischen Holzes ist die Reduktion energieaufwändiger Transporte auf ein Minimum.

Drittens sprechen auch wirtschaftliche und soziale Argumente zugunsten von Schweizer Holz. Fair Trade heisst auch, die Wertschöpfung in der Region zu behalten und die lokale Wirtschaft und Gesellschaft zu stärken. Dies umso mehr, als die Wald- und Holzwirtschaft gerade in wirtschaftlich und strukturell benachteiligten Gebieten ein wichtiges Standbein darstellt, welches Mehrwert und Einkommen generiert.

 
Kontakt:

Urs Amstutz, Direktor WVS, Telefon 032 625 88 00, 079 305 96 22
Roland Furrer, Leiter PR WVS, Telefon 032 625 88 00, 079 432 29 15
Hansruedi Streiff, Direktor HIS, Telefon 031 350 89 89, 079 667 12 53
Christoph Starck, Direktor Lignum, Telefon 044 267 47 77, 079 290 02 58
Michael Meuter, Information + PR Lignum, Tel. 044 267 44 77, 079 469 82 17


Waldwirtschaft Schweiz, Rosenweg 14, 4501 Solothurn
032 625 88 00, info@wvs.ch
Holzindustrie Schweiz, Mottastrasse 9, 3000 Bern 6
031 350 89 89, admin@holz-bois.ch
Lignum, Holzwirtschaft Schweiz, Falkenstrasse 26, 8008 Zürich
044 267 47 77, info@lignum.ch

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