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Schweizer Wald – Biodiversität und Nutzung im Einklang 

15.1.2010. Der Wald bedeckt 30 Prozent der Schweizer Landesfläche. Er ist eines der letzten grossflächigen und zusammenhängenden Ökosysteme der Schweiz und Lebensraum von rund 20'000 Tier- und 500 Gefässpflanzenarten. Gleichzeitig ist der Wald eine natürliche Ressource, deren Pflege und Bewirtschaftung vielfältigen Nutzen stiftet. Wie aktuelle Forschungsergebnisse bestätigen, gelingt es der Schweizer Waldwirtschaft und Waldpolitik, die Nutzung des Waldes und die Förderung der Biodiversität in Einklang zu bringen.

Gemäss den Ergebnissen des dritten Landesforstinventars (LFI3) wird der Schweizer Wald immer naturnaher, verjüngt sich vermehrt natürlich, weist einen stetig kleineren Anteil fremdländischer Baumarten auf und erfährt eine laufende Zunahme der Baumarten- und Strukturvielfalt. Zudem ist der Totholzanteil in den letzten Jahren um 80 Prozent gestiegen. Totholz ist eine wichtige Lebensgrundlage für viele Arten der Waldfauna und -flora. Auch das Biodiversitäts-Monitoring Schweiz (BDM) stellt dem Schweizer Wald ausgezeichnete Noten aus.

Diese erfreuliche Bilanz unterstreicht, dass sich die Waldeigentümer und Forstleute in hohem Mass und oftmals freiwillig zugunsten der Biodiversität engagieren. Der Erhalt und die Förderung der Biodiversität ist nicht nur eine wichtige Leitlinie der Waldwirtschaft, sondern auch ein zentrales Element der Waldgesetzgebung und Waldpolitik. Verschiedene Gebote und Verbote sowie Förderinstrumente tragen ihren Teil zur Biodiversität im Schweizer Wald bei. Hinzu kommt, dass gegen 60 Prozent der Waldfläche zertifiziert sind und die Labels FSC und/oder PEFC führen. Die Standards, welche diesen beiden Labels zugrunde liegen, legen ein besonderes Augenmerk auf die Biodiversität.

Trotz der positiven Situation bezüglich der Biodiversität im Schweizer Wald ist zu erwähnen, dass der Wald insgesamt dichter und dunkler geworden ist. Alte und geschlossene Baumbestände bieten zwar auch wichtige Lebensräume für viele Tier- und Pflanzenarten, lockere und lichte Wälder sind aber ebenso lebensnotwendig für zahlreiche licht- und wärmebedürftige Arten. Um Licht und Wärme in den Wald zu bringen sind oftmals waldbauliche Eingriffe nötig. Die Pflege und Bewirtschaftung des Waldes ist somit ein wichtiger Beitrag für eine hohe Biodiversität.


Weiterführende Informationen:
• http://www.lfi.ch/publikationen/publ/waldholz.php
(Wald und Holz 7/09)
• Ergebnisse des Biodiversitäts-Monitorings Schweiz (BDM) im Überblick. Stand: Mai 2009
(S. 47 ff. Artenvielfalt im Wald)

Kontakt:
Max Binder, Präsident, Mobile 079 215 84 42
Urs Amstutz, Direktor, Telefon 032 625 88 00, Mobile 079 305 96 22
Roland Furrer, Leiter Public Relations, Telefon 032 625 88 00, 079 432 29 15

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