Mitten in einer langanhaltenden Hitzeperiode jähren sich die Jahrhundertüberschwemmungen des vergangenen Sommers mit Bildern von überschwemmten Flusslandschaften, von einstürzenden Häusern, von Hilfe suchenden Menschen im Osten Europas. Jetzt, nur zwölf Monate später, sehnen wir uns nach Wasser. Denn das aktuelle Bild prägen braune Weiden, ausgetrocknete Flussläufe, sich bereits herbstlich verfärbende Wälder oder im südlichen Europa und sogar in der Schweiz Hektaren brennender Wälder.
Beide Male wird uns die Rolle der Wälder für den Wasserhaushalt und das Wohlbefinden des Menschen drastisch vor Augen geführt. In beiden Fällen dämpfte der Wald die Auswirkungen der extremen Wetterbedingungen.
Zwar leidet auch der Wald unter der lange andauernden Hitze und Trockenheit. Neben der aktuellen Gefährdung durch Feuer wird das Ökosystem Wald durch die grosse Ozonbelastung tangiert. Zunehmender Borkenkäferbefall zeigt, dass die ausserordentlichen Wetterbedingungen die Bäume in ihrer Widerstandskraft schwächen.
Besonders unter diesen Witterungsverhältnissen muss uns bewusst werden, welche eminent wichtige Rolle der Wald als Wasserspeicher für den Menschen spielt. Denn manche Quelle liefert überhaupt nur dank dem Wald in ihrem Einzugsgebiet noch qualitativ einwandfreies Trinkwasser für Mensch und Tier.
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