Die Schweiz ist zu rund 30 Prozent bewaldet. Damit das so bleibt, arbeiten ständig fast 9000 Menschen in forstlichen Berufen. Menschen, die mit ihrem täglichen Einsatz unter freiem Himmel dafür sorgen, dass ein gesundes Gleichgewicht zwischen Wirtschaft und Ökologie erhalten bleibt. Denn bei aller Liebe zur Natur - ohne fachkundige Pflege kann der Schweizer Wald sein Produkt, den erneuerbaren Rohstoff Holz, nicht produzieren. Dafür braucht es qualifizierte Berufsleute auf allen Stufen:
Forstwarte/innen sind verantwortlich für Pflege und Nutzung des Waldes. Ihre zentrale Aufgabe ist die Holzernte. Zu ihren Tätigkeiten gehören aber auch die Pflanzung und Pflege von Jungwald, Bauarbeiten oder Wegunterhalt.
Forstmaschinenführer/innen sind die Spezialisten im Einsatz von Forstmaschinen. Sie arbeiten vorwiegend allein und selbständig. Wirtschaftliches Denken, hohes technisches Verständnis sowie der respektvolle Umgang mit der Natur zeichnet sie aus und macht sie zu gesuchten Spezialisten.
Seilkraneinsatzleiter/innen sind die Spezialisten im Einsatz von Seilkrananlagen. Sie koordinieren die anfallenden Arbeiten, treffen die nötigen Sicherheitsvorkehrungen und leiten das Team. Sie sind die kompetenten Fachpersonen für die professionelle Holzernte im Gebirge.
Forstwart-Vorarbeiter/innen sind vielseitige Fachleute und Ausbildner/innen. Sie haben die Funktion von Gruppenleiter/innen und sind zuständig für Planung, Organisation und Durchführung von Arbeiten wie Holzernte, Waldpflege und Bauprojekte. Sie vertreten den Betriebsleiter und bilden oft Lehrlinge aus.
dipl. Förster/innen HF sind für Forstbetriebsleitung und Beratung zuständig. Die gut ausgebildeten Führungskräfte kennen sich auch als Praktiker im Wald sehr gut aus. Als Leiter/innen eines öffentlichen oder privaten Forstbetriebs sind sie in der Lage, einen Unternehmensplan zu entwickeln und umzusetzen.
Forstingenieure/innen - Bachelor in Forstwirtschaft FH sind Fachleute im Management eines komplexen Ökosystems. Sie übernehmen in der Forstwirtschaft oder in verwandten Gebieten Führungsaufgaben, leiten Unternehmen und Projekte oder beraten Institutionen.
Bachelor und Master in Umweltnaturwissenschaften (ehemals Studium der Forstwissenschaften mit Abschluss als Forstingenieur ETH, die letzten Absolventen dieses Studiengangs schlossen 2008 ab). Absolventen/innen des Masterstudiums sind Fach- und Führungskräfte in Universitäten, Forschungsinstituten, der Verwaltung, in Umwelt- und Planungsbüros sowie in spezifischen Abteilungen von Versicherungen, Banken und Industrieunternehmen.
Ranger/in sind Fachpersonen mit naturbezogener Grundausbildung. Sie vermitteln zwischen verschiedenen Anspruchsgruppen, Behörden und Grundeigentümern.
Nähere Informationen sind zu finden unter CODOC, Koordinations- und Dokumentationsstelle für das forstliche Bildungswesen.



